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01/16/2007 - Wolfgang Philipps |
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Zuschauerausschreitungen in der WM-Stadt |
 Stimmungsvolle, friedliche serbische Fans bei der Weltmeisterschaft 2005 in Montreal. Foto: Wolfgang Philipps |
Völlig ungewohnte Szenen gab in der WM-Stadt Melbourne bei den Australian Open der Tennis-Profis, wo Ausschreitungen und nationalistische Anfeindungen den ersten Tag überschatteten. Am Rande des Erstrunden-Matches des Kroaten Mario Ancic gegen den Japaner Go Soeda waren am Montag kroatische und serbische Fans aneinander geraten. Nachdem es zunächst gegenseitige Beleidigungen gegeben hatte, flogen Flaschen, und es kam sogar zu vereinzelten Prügeleien.
Rund 150 Personen wurden im Melbourne Park nach dem Eingreifen der Sicherheitskräfte von der Anlage verwiesen, Festnahmen gab es aber nicht: Um neuerliche Zwischenfälle zu vermeiden, werden die Zuschauer jetzt am Eingang stichprobenartig mit Metalldetektoren kontrolliert. „Wir haben hier noch nie so ein Verhalten im Tennis gehabt. Das war etwas Außergewöhnliches. Ich kann aber versichern, daß es nicht mehr dazu kommen wird", wurde der Sicherheitsverantwortliche Chris Duthie in den Medien zitiert. Die Besucher der vom 17. März bis 1. April ebenfalls in Melbourne stattfindenden Schwimm-Weltmeisterschaft werden zwar nicht um ihre Sicherheit fürchten müssen, dennoch waren die Vorfälle ein Warnschuß in Richtung des WM-Organisationskomitees, zumal die Rivalität beider Nationen im Wasserball weiterhin überaus groß ist. Beim Finale der Europameisterschaft 2003 in Kranj (Slowenien) hatten eigens aus Kroatien angereiste Hooligans sogar für schwere Ausschreitungen gesorgt, so daß Länderspiele beider Teams seitdem wiederholt unter starken Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden haben. |
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