Kurswechsel in Ludwigsburg: Bölke und Teicher neues Trainerduo
 | | | Mittwoch 28 September 2011, 09:00 | | | Author | | |
Beim SV Ludwigsburg (2. Wasserball-Liga Süd) weht ein neuer Wind, denn zwei „alte Bekannte“ melden sich zurück: Armin Bölke, früher selbst lange Jahre aktiv beim SVL und von 1994 bis 2001 Trainer der ersten Herrenmannschaft und Andreas Teicher, vergangenes Jahr noch Mannschaftskapitän, bilden den neuen Trainerstab der Ludwigsburger Wasserballer und lösen damit den beruflich stärker eingespannten Robert Kovacs ab, der aber weiterhin das Tor der Schwarz-Gelben hüten wird.Bölke und Teicher, waren für Teamchef und Abteilungsleiter Matthias Nagel als angestrebte interne Lösung erste Wahl. „Die beiden sind verläßlich, stets engagiert und genießen im Verein einen hohen Status. Sie haben jede Menge Erfahrung und kennen die Mannschaft schon. Ich bin mir sicher, daß die beiden ihre Aufgabe mit Bravour meistern werden.“ kommentierte der Verantwortliche seine Entscheidung. Der Vorgänger des Trainertandems, Robert Kovacs, der in der letzten Saison die Führung der Mannschaft übernommen hat, tritt aus beruflichen und familiären Gründen kürzer, steigt aber nach überstandenen Schulterproblemen wieder ins Wasser, wo er sich voll auf seine Tätigkeit als Torwart konzentrieren kann. Des Weiteren wird er für das Fitneß- und das Torwarttraining der aktiven Mannschaften verantwortlich sein.
„Ich freue mich auf unsere Aufgabe, auch wenn wir jede Menge Arbeit vor uns haben, bis am 27. November die Saison startet“, erklärte Bölke „Andreas und ich bringen unterschiedliche Fähigkeiten und Ideen mit. Das wird der Mannschaft sicherlich gut tun, nicht zuletzt in taktischer und konditioneller Hinsicht. Wir ergänzen uns, glaube ich, ganz gut.“ erklärte der 50jährige, der dem Verein seit dem Beginn seiner Wasserballkarriere immer treu geblieben ist. Teicher sieht seiner Aufgabe ebenfalls mit Freude entgegen: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Wir können vor allem den jüngeren Spielern noch Einiges vermitteln.“ so der Ex-Käpt’n, der seit 1998 für den SVL die Wasserballkappe überstreifte. „Demnächst werden wir uns mit dem Team zusammensetzen und unsere Ziele und Ansprüche gemeinsam formulieren. Die Mannschaft muss sich nach den zahlreichen Veränderungen im Kader neu ordnen.“
Doch nicht nur der SVL formiert sich neu. Auch in der 2. Wasserball-Liga Süd hat sich einiges geändert. So wird man in der folgenden Saison mit einigen neuen Gegnern um Punkte wetteifern dürfen. Vergangene Saison belegten der SSV Ulm den vorletzten, und der SC Poseidon Worms den letzten Platz, beide steigen daraufhin am Saisonende in die jeweiligen Oberligen ab. Die Plätze der beiden Absteiger nehmen nun der SSV Freiburg und der Erste BSC Pforzheim ein, der Erst- und der Zweitplatzierte des Relegationsturniers zur 2. Bundesliga Süd. Da die SGW Leimen/Mannheim ihren einjährigen Ausflug in die Deutsche Wasserball-Liga (DWL) schon wieder beenden musste, wird die 2.Liga Süd nach zwei Jahren mit einem Elferfeld, nächste Saison wieder idealer Weise mit zwölf Mannschaften besetzt sein.
In diesem Zwölferfeld will sich der SVL, der Vorjahresfünfte, erneut beweisen und das nach eigenem Bekunden mit einer sehr jungen und stark veränderten Mannschaft: „So viel läßt sich Stand heute schon sagen“, verriet Teamchef Nagel, „wir sind im finalen Stadium mit den Gesprächen und das Gesicht der Mannschaft wird sich zur kommenden Saison hin verändern.“ Wer für den SVL in der nächsten Saison auf Torejagd geht, wollen die Verantwortlichen in den nächsten Tagen final klären.