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Illinger wirft Duisburg ins Halbfinale

print | Samstag 18 Februar 2012, 22:17 | Wolfgang Philipps


Pokaldramatik pur brachte im Viertelfinale des Turbo-Cups (deutscher Wasserball-Pokal der Frauen) die mit Spannung erwartete Partie zwischen dem SC Chemnitz und Freie Schwimmer Duisburg: Hier setzten sich die im Vorfeld favorisierten Gäste vom Niederrhein erst im Schlußabschnitt mit 8:6 (3:2, 1:2, 1:1, 3:1) und stehen damit erst in der Vereinsgeschichte in der nationalen Pokalrunde, die am 5./6. Mai möglichweise sogar vor heimischer Kulisse stattfindet.

Auf den Tabellendritten vom Niederrhein wartete allerdings ein hartes Stück Arbeit: Zwar führte die Sieben von Spielertrainerin Viktoria Bujka zwischenzeitlich schon mit 4:2 (11.), doch Chemnitz antwortete bei personellen Löchern auf beiden Seiten in der eher torarmen Partie mit drei Treffern in Folge und ging nach einem Treffer von Anne Reichelt in der 19. Minute mit 5:4 in Führung. Vanessa Korneli glich für die Gäste in der 23. Minute zum 5:5 aus, so daß die Teams mit einem Unentschieden in die letzte Viertelpause gingen.

Bei den Gästen waren zusätzlich zu der hohen Foulbelastung zudem mit Alina Korneli und Annika Bonnen im dritten Viertel gleich zwei Akteure vorzeitig mit drei Persönlichen Fehlern ausgeschieden, doch im Schlußabschnitt traf die heute viermal erfolgreiche Kim Illinger mit der dortigen ersten Überzahlchance zum 6:5 (26.) und ließ in der 29. Minute dann auch den wichtigen Treffer zum 7:5 folgen. Jungtalent Johanna Merz verkürzte noch einmal auf 6:7, doch Illinger antwortete postwendend mit ihrem vierten Treffer zum 8:6-Endstand (30.).
 
Damit konnten die in der Liga als Tabellendritter auf Halbfinalkurs schwimmenden Duisburgerinnen im Pokalwettwerb ihren ersten von zwei möglichen Sprüngen unter die besten Vier perfektmachen. Der Erfolg der FSD-Sieben könnte damit einer Veranstaltung an der Wedau mit gleich zwei einheimischen Vereinen den Weg ebnen, da im Männer-Wettbewerb Vorjahresfinalist ASC Duisburg ebenfalls als möglicher Halbfinalkandidat und Endrundausrichter gehandelt wird.
 
 
 
SC Chemnitz – Freie Schwimmer Duisburg 6:8 (2:3, 2:1, 1:1, 1:3)
 
Chemnitz: Reinhart – Merz 2, Seifert 1, Härtig, Ebell 1, Kempgen 1, Reichelt 1, Roll, Brödner, Lißner.
Trainer: Schulz.
Duisburg: Lueg – Deißmann, Sturm, Illinger 4, Juntermanns, A. Korneli, V. Korneli 2, Bonnen, Sanfilippo, V. Bujka 2, Sandor, Kerßenbaum.
Trainer: Thomas.
 
Persönliche Fehler: 6/13
 
Schiedsrichter: Ralf Müller/n .a.
 
Foto: Alina Korneli (Duisburg). 

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