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Erneutes Schlüsselspiel am Brauhausberg

print | Freitag 17 Februar 2012, 16:02 | Wolfgang Philipps


(PM OSC Potsdam/ww) Der Spielplan meint es derzeit besonders gut mit den Fans des OSC Potsdam: Auch am zwölften Spieltag der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) wartet auf den derzeitigen Vierten der Hauptrundengruppe A (10:10 Punkte/63:109 Tore) ein Team ein Direktrivale. Diesmal gastiert von 18 Uhr an der sechstplazierte SV Bayer 08 Uerdingen (6:16/84:87) in der Schwimmhalle am Brauhausberg, und die Gäste vom Niederrhein können mit einem Auswärtserfolg an der Havel noch einmal herankommen.

Nach der bitteren 8:9-Niederlage vor Wochenfrist in der Schlußminute gegen die SG W98/Waspo Hannover bleibt kaum Zeit zum Wundenlecken: Die Punktekonto der Gäste mag überschaubar sein, doch ein Blick auf die Tordifferenz zeigt, welches Potenzial in dem westdeutschen Klub steckt. Während der OSC keines seiner Spiele gegen die beiden Top-Teams Wasserfreunde Spandau 04 und ASC Duisburg mit unter zehn Toren Differenz verlor, zeigte die Werkssieben ausgerechnet in diesen schwer zu spielenden Partien mehr als nur ansprechende Leistungen. Zwar blieb Uerdingen ebenfalls ohne Punktgewinn, war aber oft genug dicht dran. Gegen Duisburg unterlag das Team des neuen Trainers Rainer Hoppe 8:11 und 9:11, gegen Spandau 5:6 und 2:8.
 
„Im Hinspiel wurden wir ein wenig unterschätzt“, ist sich OSC-Coach André Laube zu dem sicher. Das gewannen die Havelstädter nach ansprechender Leistung 8:7. „Beide Mannschaften haben sich über die Saison hinweg verbessert. Das wird eine ganz enge Kiste“, so Laube. Vorsicht sei besonders vor Tim Wollthan geboten. Der Nationalspieler, der nach einigen Jahren „Abstinenz“ in der Olympiasaison von Bundestrainer Hagen Stamm wieder aktiviert worden ist, erzielte damals gegen Potsdam fünf Treffer. „Neben Linksaußen Lazar Kilibarda ist er der Dreh- und Angelpunkt im Uerdinger Spiel. Hier müssen wir besonders konzentriert sein“, sagt Potsdams Kapitän Jacob Drachenberg, der maßgeblich daran beteiligt war, daß der Serbe Kilibarda im Hinspiel torlos blieb.
 
In der Vorbereitung ließ der OSC unter der Woche nichts aus. Am Mittwoch absolvierten die Potsdamer ein sehr ordentliches Testspiel gegen die Nicht-Nationalspieler von Spandau 04, am Donnerstag folgte ein gemeinsames Training mit der SG Neukölln im Brauhausberg-Bad. „Die Mannschaft ist fit und freut sich auf die Herausforderung gegen Bayer“, äußert sich Laube zu dem Schlüsselspiel. Für Potsdam könnte es im Falle einer Niederlage zudem noch einmal eng werden, zumal der Vorsprung auf die Gäste mit ihrem lösbaren Restprogamm dann nur noch zwei Punkte bei klar schlechterer Tordifferenz betragen würde – dieser Umstand verleiht der Partie einen weiteren zusätzlichen Reiz. 
 

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