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Cannstatt schwimmt weiter vorn - Magdeburg verliert Boden

print | Montag 13 Februar 2012, 13:31 | Wolfgang Philipps


(Uwe Umbach/ww) Mit einem hart erkämpften 10:7 (2:2; 3:4; 2:0; 3:1) Erfolg gegen den Tabellenfünften WU Magdeburg verteidigte der SV Cannstatt seine Tabellenführung in der Gruppe B der Deutschen-Wasserballliga (DWL). Die Schwaben haben nun drei Spieltage vor dem Abschluß der Rundenspiele bereits vier Punkte Vorsprung auf den schärfsten Verfolger SV Krefeld 72, und das erste große Saisonziel in Form von „Vorrundenplatz eins“ befindet sich greifbar nahe vor den Augen.

Gegen die Elbestädter mußte aber ein „glanzloser Arbeitssieg“ genügen, um die beiden wichtigen Heimpunkte zu sichern. Erst in der zweiten Halbzeit bekamen die Schwaben das Geschehen in Untertürkheimer Inselbad in den Griff, nachdem zwischenzeitlich Magdeburg sogar mit zwei Treffern geführt hatte. Die Cannstatter gingen nachlässig mit ihren Chancen um, wie die SVC-Verantwortlichen beklagten, und Magdeburg hätte den SVC dafür fast noch erfolgreich bestraft.. Auf Seite der Gäste war in den ersten beiden Spielabschnitten der starke Center Ilia Butikashvili immer wieder gegen die SVC-Abwehr erfolgreich, der mit allen (Schwimmbad)Wassern gewaschene Georgier traf allein vier Mal die Gäste von der Elbe.
 
„Das war ein Arbeitssieg“, seufzte SVC-Coach Andras Feher nach dem Abpfiff denn auch erleichtert auf, nachdem sein Team zuvor an der Elbe lediglich mit einem Treffer siegreich geblieben war. Vor allem nach Kontern vermißte er die letzte Konsequenz beim SV Cannstatt. „Wir haben gesehen, dass wir so ein Spiel noch nicht mit Routine heimbringen können“, erklärte Feher. „Wir müssen immer einhundert Prozent geben.“ Den jungen SVC-Spielern fehle noch die Erfahrung um auch ohne zu großen Qualitätsverlust einen Gang zurückschalten zu können.
 
Bei den Gästen Trainer Vlad Hagiu mit Patrick Stelzner (verletzt) sowie Holger Dammbrück und Martin Haack (beide beruflich verhindert) gleich drei Stammspieler, dennoch hielten die Gäste lang gegen und ging einer 6:5-Halbzeitführung auch mit einem immer noch aussichtsreichen 6:7-Rückstand den Schlußabschnitt. „Leider fehlten uns am Ende des Spiels die Kraft und die Konzentration“, sagte WUM-Spielführer Christopher Bott, der der Mannschaft keinen Vorwurf machen konnte. „Alle haben sich reingehangen und alles gegeben.“ Die Niederlage am Neckar könnte die Elbestädter bei jetzt vier Zählern Rückstand allerdings das „Aus“ im Kampf um den neuralgischen vierten Platz vier bedeuten, da Mitkontrahent SG Neukölln (17:11-Erfolg bei Duisburg 98) seinerseits punkten.
 
Derweil bildet sich beim SV Cannstatt ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen zwei Nachwuchsspieler um die meisten Erfolge als „Spieler des Tages“ heraus. Konnte zum Saisonauftakt Timo van der Bosch mehrmals sich über diese Wahl freuen, ist nun Marvin Thran mit seiner erneuten Wahl am Sonnabendabend auf einer regelrechten Aufholjagd. SVC-Trainer Andras Feher freut es und er hofft, daß die damit verbundene Botschaft über die Leistungen der SVC-Talente auch in Berlin bei Hagen Stamm ankommt. „Noch besser wäre es aber, wenn sie sich direkt beim Bundestrainer zeigen könnten“, ergänzt er mit einem Augenzwinkern – Cannstatt würde im Falle der anvisierten Play-off-Teilnahme wohl auf Spandau 04 treffen.
 
Foto: Christopher Bott mußte mit der WU Magdeburg eine 7:10-Niederlage beim SV Cannstatt hinnehmen. Foto: Philipps 

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