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Wasserball satt in Duisburg

print | Samstag 11 Februar 2012, 07:21 | Wolfgang Philipps


Das vor einem Jahrzehnt nahezu neugebaute Duisburger Schwimmstadion gehört seit der Eröffnung zu den bekanntesten Wasserballarenen der Republik, doch nur selten ist das Geschehen in der unweit des Fußballstadions gelegenen Anlage derart kulminiert wie an diesem Wochenende: Gleich fünf (!) Erstligapartien kommen heute und morgen in der schmucken Trainings- und Wettkampfstätte mit dem 50-Meter-Becken zur Austragung.

Erstmals in diesem Jahr kann nach langer Pause auch wieder der deutsche Vizemeister ASC Duisburg vor heimischer Kulisse mit seinen erfolgreichen EM-Kämpfern ins Wasser steigen, wobei die Sieben von Trainer Arno Troost mit gleich zwei Partien die Tabellenspitze der Hauptrundengruppe A begradigen dürfte. Gespannt sind die Westdeutschen, wie sich die Gästeteams bei ihren Aufritten am Niederrhein schlagen. Auch die Duisburger kämpfen ähnlich wie der große Rivale Spandau 04 immer wieder mal dem Problem, daß Gastmannschaften die Partie im Vorfeld mental, sondern auch personell weitgehend abgeschrieben haben. 
 
In der Hinsicht bis dato unverdächtig ist der morgen nachmittag an der Wedau Vorjahresdritte SG W98/Waspo Hannover (15 Uhr), der selbst nach oben und die Duisburger mittelfristig herausfordern möchte. Die relativ gute Tordifferenz der Niedersachsen ist durchaus ein Gütesiegel. Der heutige Kontrahent SV Weiden (16 Uhr) geht in der Regel auch mit vollem Einsatz ins Rennen, allerdings mußten Oberpfälzer ausgerechnet an der Wedau vor Jahresfrist den schwärzesten Moment ihrer fünfjährigen Erstligageschichte hinnehmen, als diese personalbedingt die Partie am Grünen Tisch abgeben mußten.

In der Hauptrundengruppe B ist Lokalrivale Duisburger SV 98 derzeit die personifizierte Spannung des deutschen Vereinswasserballs: Die Sieben von Trainer Carsten Jocks bietet in der Runde der unteren Acht derzeit weder sichere Siege noch klare Niederlagen, und das Team kann beim Kampf um den neuralgischen vierten Platz weiter jeden Punkt gebrauchen. Gleich gilt auch für den heutigen Kontrahenten SG Neukölln (18 Uhr), der sich ebenfalls abwechslungsreicher präsentiert, als es dem Trainergespann lieb ist. 
 
Seit 2010 ist die Wasserball-Hochburg an der Wedau auch bei den Frauen erstklassig, und das ebenfalls unweit des Schwimmstadions beheimatete Mannschaft der Freien Schwimmer Duisburg könnte bereits im zweiten DWL-Jahr einen ersten Coup landen: Sollte das Team von SpielertrainerinViktoria Bujka gegen den ETV Hamburg (heute 14) und morgen gegen den Vorjahresdritten Hannoverscher SV (16:30 Uhr) ebenfalls einen Doppelschlag landen, dann den Duisburgerinnen das Halbfinale und der Europapokalstartplatz kaum mehr zu nehmen.
 
 
 
Das Programm des Wochenendes (jeweils Schwimmstadion Duisburg)
 
Sonnabend, den 11. Februar 2012
14:00 Frauen: Freie Schwimmer Duisburg – ETV Hamburg
16:00 Männer Gruppe A: ASC Duisburg – SV Weiden
18:00 Männer Gruppe B: Duisburger SV 98 – SG Neukölln

Sonntag, den 12. Februar 2012
15:00 Männer Gruppe A: ASC Duisburg – SG W98/Waspo Hannover
16:30 Frauen: Freie Schwimmer Duisburg – Hannoverscher SV
 
Foto: Nach dem EM-Auftritt wieder in heimischen Gefilden aktiv: Paul Schüler (ASC Duisburg). Foto: Henk Swinkels
 

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