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Kampf um die „Erstklassigkeit“: Spandau empfängt Novi Sad

print | Mittwoch 08 Februar 2012, 06:48 | Wolfgang Philipps


Nur elf Tage nach dem Ende des kräftezehrenden EM-Auftritts ist mehr als die Hälfte der deutschen Nationalmannschaft heute abend wieder international gefordert: Der deutsche Meister Wasserfreunde Spandau 04 empfängt heute abend am fünften Hauptrundenspieltag der Champions League den serbischen Vizemeister VK Vojvodina Novi Sad und könnte sich mit einem Sieg gegen die Spieler aus dem Land des neuen Europameisters zumindest noch Rang drei in der Tabelle sichern. Das Anschwimmen in der Schöneberger Schwimmsporthalle am Sachsendamm steigt um 20 Uhr. Die Partie läuft auch im E-Protokoll (Startseite links).

Als zusätzliche Erschwernis für die Aktiven des deutschen Meisters kommt hinzu, daß beide Teams mit lediglich einem Zähler aus den bisherigen vier Partien die beiden letzten Ränge in dem Viererfeld der Gruppe C bekleiden und damit aus dem Rennen um das Viertelfinale bereits ausgeschieden sind. Die beiden hiesigen Topteams HAVK Mladost Zagreb und VK Jug Dubrovnik (jeweils Kroatien) aus der spielstarken Adria-Liga stehen sich daher beim Parallelduell an der Save nur um dem Gruppensieg gegenüber.
 
Das Hinspiel in der Vojvodina-Provinz hatte mit einem 6:6-Unentschieden den bis dato einzigen Punktgewinn beider Teams gebracht, und die Neuauflage an der Havel wird daher auch der letzte internationale Aufritt der Berliner in der laufenden Saison vor heimischer Kulisse sein. Es gibt für die heutige Partie aber dennoch ein interessantes Ziel: Sollten die Berliner gewinnen, würden sie im Fernvergleich vor Frankreichs Meister CN Marseille bleiben, der in der Gruppe D bisher sieglos ist und in den beiden noch ausstehenden Partien heute abend zudem auf Titelaspirant Pro Recco (Italien) trifft - diese Aufgabe gilt als nahezu unbelösbar.

Bei einem Erfolg würde der Deutsche Schwimm-Verband weiter zu den acht Topnationen des europäischen Vereinswasserballs gehören, und der deutsche Meister des Jahres 2012 (wer dieses auch sein wird) erhielte dann wieder automatisch einen Startplatz in der Hauptrunde ohne die Ochsentour durch die beiden Vorrundenturniere. Der Vizemeister bräuchte zudem auch erst in der zweiten Runde einsteigen, so daß es auch beim ASC Duisburg genug Motivation geben sollte, dem nationalen Dauerrivalen aus der Hauptstadt die Daumen zu drücken – die Partie ist daher im übertragenen Sinne auch ein Kampf um die „Erstklassigkeit“ des deutschen Vereinswasserballs.
 
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