Die heutigen Achtelfinalduelle im Turbo-Cup (40. deutscher Wasserball-Pokal der Männer) mit insgesamt sechs der acht Partien haben eine Überraschung produziert: Im Duell zweier Erstligisten setzte sich der grade erst in das Oberhaus aufgestiegene B-Gruppen-Vertreter SpVg Laatzen mit 9:8 nach Verlängerung gegen den versierten SV Weiden aus der A-Gruppe durch und steht damit erstmals in der Runde der letzten Acht.Einen regelrechten Thriller brachte das Duell der Kleinfeld- und Kleinstadtvereine in dem neuen 25-Meter-Becken des AquaLaatziums (Foto): Der favorisierte SV Weiden hatte hier gegen die heimische SpVg Laatzen schnell mit 5:2 geführt, kam jedoch nach dem Seitenwechsel nur noch zu zwei Treffern. Nach einem 8:8-Unentschieden zum Ende der regulären Spielzeit erzielte Robin Kaiser in der ersten Hälfte des Verlängerung den Siegtreffer für die Niedersachsen, die damit erstmals im Viertelfinale des nationalen Pokalwettbewerbs stehen und nur noch ein Spiel von der Endrunde entfernt sind.
Auch die übrigen Partien hatten durchaus: Sie ging B-Gruppen-Vertreter SV Cannstatt gegen die SG W98/Waspo Hannover mit einer 5:4-Führung in die Halbzeitpause, allerdings ließen die weitgereisten Niedersachsen nach dem Seitenwechsel nur noch zwei Treffer zu und siegten am Ende mit 9:7. Die SGW Brandenburg (2. Wasserball-Liga Ost) hatte beim 6:15 gegen den höherklassigen Ost-Rivalen WU Magdeburg zum Seitenwechsel nur knapp mit 4:5 im Rückstand gelegen. Zweitligist SV Poseidon Hamburg blieb gegen den klaren Favoriten SV Bayer 08 Uerdingen fast drei Viertel lang dran (5:7-Rückstand vor dem letzten Anschwimmen), ehe fünf Gästetreffer noch für einen klaren 12:5-Erfolg der Werkssieben sorgten.
Die beiden Spitzenteams des deutschen Wasserballs gaben sich trotz der fortlaufenden Dauerbelastung der Topspieler keine Blöße: So siegte Cupverteidiger Wasserfreunde Spandau 04 beim B-Gruppen-Vertreter SV Krefeld 72 gleich mit 20:5 Toren. Der SSV Esslingen kam in der Neuauflage des Pokalendspieles von 2010 gegen den ASC Duisburg immerhin auf stolze zehn Treffer, war allerdings dem fortwährenden Angriffsdruck der mit einem starken Aufgebot aufgelaufenen Gäste letztlich nicht gewachsen. Diese siegten schließlich mit 17:10 Toren, büßten trotz des klaren Resultats allerdings in der Schlußphase kurioserweise allerdings noch Trainer Arno Troost nach einer Roten Karte ein.
Vor zwei Wochen hatte sich bereits der blendend aufgelegte OSC Potsdam durch einen 12:7-Heimerfolg gegen den Vorjahresvierten SV Würzburg 05 den ersten der acht Viertelfinalplätze gesichert. In 14 Tagen trifft in der letzten noch ausstehenden Partie der aufstrebende Nord-Zweitligist White Sharks Hannover auf den SC Wedding. Die Auslosung der Viertelfinalpartien findet aus organisatorischen Gründen allerdings bereits am Montagabend statt, um den beteiligten Vereinen mehr Planungssicherheit zu ermöglichen.
Turbo-Cup 2011/2012 (40. deutscher Wasserball-Pokal der Männer)
Ansetzungen und Resultate Achtelfinale
Sonnabend, den 21. Januar 2012
18:00 OSC Potsdam - SV Würzburg 05 12:7 (1:3, 3:1, 4:2, 4:1)
Sonntag, den 5. Februar 2012
14:00 SGW Brandenburg - WU Magdeburg 6:15 (3:3, 1:2, 2:6, 0:4)
15:00 SV Cannstatt - SG W98/Waspo Hannover 7:9 (2:1, 3:3, 1:3, 1:2)
16:00 SpVg Laatzen - SV Weiden 9:8 (2:4, 3:2, 2:1, 1:1/1:0, 0:0) n. V.
16:30 SV Krefeld 72 - Wasserfreunde Spandau 04 5:20 (2:4, 0:5, 1:5, 2:6)
17:00 SSV Esslingen - ASC Duisburg 10:17 (2:3, 1:4, 4:5, 3:5)
18:00 SV Poseidon Hamburg - SV Bayer 08 Uerdingen 5:12 (1:2, 2:3, 2:2, 0:5)
Sonntag, den 19. Februar 2012
16:30 White Sharks Hannover - SC Wedding